Friday, July 21, 2006
... funktioniert auch schonmal von heute auf morgen.
Die Standpauke muss nur vom Richtigen kommen scheinbar. Gestern gab es mal wieder eine Moralpredigt des Senior Directors persönlich. Erst kam das gerne genutzte Argument, dass die Eltern doch so viel Geld dafür bezahlen, dann der Appell, dass sie an einer der fünf besten Unis/Hochschulen für Journalismus in Indien gelandet sind und schließlich sind sie nach Leistung ausgesucht worden. Die sollen sie auch jetzt gefälligst bringen und sich beweisen.
Da die Tour aber schon ein bisschen ausgelutscht zu sein scheint, hat der Gute noch drei draufgesetzt.
Erstens müssten sie sich doch zu Tode schämen, wenn sie ihren Großeltern unter die Augen treten würden, da die schließlich für die Unabhängigkeit des Landes gekämpft hätten und sie ihre Freiheit jetzt so schamlos ausnutzen.
Zweitens würde sowas in keinem anderen Land der Welt geduldet werden, da bräuchten sie nur mich fragen. In Deutschland wäre das undenkbar. Überhaupt ist Deutschland sowieso nur so schnell wieder auf die Beine gekommen, weil alle Deutschen diszipliniert sind (da wären wir wieder bei Verallgemeinerungen und Klisches, aber das ist ein anderes Thema ;-)).
Drittens mussten alle, die in den letzten beiden Vorlesungen nicht da waren aufstehen und mussten einzeln erklären, warum sie nicht da waren. Die passende Antwort samt einer sanften Backpfeife gab es natürlich postwendend.
Heute saßen alle brav fünf Minuten vor Vorlesungsbeginn im Raum, mucksmäuschenstill. Als der Senior Director den Raum betrat sprangen alle auf und am Ende kam von allen ein ehrfürchtiges "Thank you, Sir!". Ja, so schnell kann das gehen.
... besondere Situationen bringen oft ganz besondere Lösungen.
In diesem Fall ist etwas quasi unvorstellbares passiert. Eine Massenmail hat sich auf den Weg gemacht mit einem Link zu einer Seite, wo man ein spezielles Programm runterladen kann. Mit diesem Programm kann ein Inder dann auch wieder auf seinen blogspot.com-Blog zugreifen. An sich erstmal nichts besonderes, so tricky Sachen denken sich Computerfreaks ja ständig aus. Der Hammer an der Sache ist aber, dass die Mail aus Pakistan kam.
Bei wem es jetzt noch nicht klingelt, der schlage einfach mal kurz im Geschichtsbuch nach.
Die Mail ist wohl im Namen aller Pakistani geschrieben, als Friedensangebot auf der Ebenen des kleinen Mannes. Ich find das auf jeden Fall mal eine tolle Aktion.
In Pakistan ist so eine ähnliche Aktion wohl vor ein paar Monaten durchgezogen worden und jetzt hat sich daraus die free-pakistan-Bewegung entwickelt.
Wann ich mein eigenes Werk wieder angucken kann, steht allerdings noch in den Sternen.

... Minibananen.
Was es bei uns nur in guten Obst- und Gemüsegeschäften zu horrenden Preisen gibt, wird einem in Indien an jeder Ecke nachgeschmissen. Als komplette Staude baumeln die Bananen an den kleinen Ständen und der geneigte Kunde sucht sich ein paar aus. Egoistische Singlekäufer wie ich werden völlig verstört angeschaut ob der geringen Mengen. Aber ich kann doch nicht mehr als essen?
Was die Obststände noch so alles zu bieten haben, werde ich euch noch zeigen, keine Angst. Denn selbst das, was auch in Deutschland bekannt ist, sieht hier leicht bis sehr anders aus.
... die SMS-Sucht.
Ich trau mich gar nicht wirklich das hier zu erzählen. Aber Mareike und ich haben die Kommunikation ein ganzes Stück auf SMS schreiben verlagert.
Zwei einfach Gründe hierfür:
SMS tippen ist weit weniger anstrengend als aufstehen und nebenan klopfen.
Airtel (unser Handyanbieter in Indien) hat 100 Frei-SMS im Angebot.
Aber nicht so, wie wir das aus Deutschland so gewöhnt sind entweder als einmaliges Angebot oder im Monat.
Nein! 100 Frei-SMS PRO TAG!!!
Ja, richtig gelesen.
Jetzt ist uns auch klar, warum die Inder quasi an ihrem Handy festgewachsen sind.
Noch dazu kostet ein Anruf innerhalb dieses Bundesstaates 1 Rupie pro Minute. (Kleine Hilfe: 1 Euro = 57 Rupien). Nach 10 Uhr abends kostet der Spaß sogar nur die Hälfte.
Und wenn einer glaubt, mit Handys in Deutschland kann man viel Schnickschnack betreiben, das ist nichts gegen Indien. 30 000 Zusatzdienste plus ganze Alben, die man sich als Klingeltöne kaufen kann ...
Die Umgewöhnung zurück in Deutschland wird wohl schwer. Aber da mein Handy für solchen Schnickschnack sowieso nicht gemacht ist, wird es auch nicht so gefährlich.
... selbst in der lecture hall V des MIC.
Fernsehgucken vor den Vorlesungen (im Vergleich zu Bremen können die das hier) ist hier scheinbar normal. Zumindest wenn es sich um die erste Vorlesung nach der Mittagspause handelt. Wie könnte es auch anders sein, dudelt dann in ohrenbetäubender Lautstärke Bollywoodmucke vor sich hin. An sich ja noch ganz gut nachzuvollziehen. Bis dahin war es auch nur nervig, weil mit der steigenden Lautstärke der Musik auch der Gesprächspegel gestiegen ist. Im Vergleich dazu ist das Gequatsche in Bremen mit Flüstern gleichzusetzen.
Aber auf einmal hab ich meinen Ohren nicht mehr getraut. 20 mehr oder minder Nach-Stimmbruch-Stimmen und piepsige Mädelsorgane haben angefangen mitzugrölen. Dass nicht noch auf den Tischen getanzt wurde, hatte wahrscheinlich nur den Grund, dass die Lehrerin auf einmal im Raum stand. Diese Tatsache hat aber auch nicht alle davon abgehalten weiter zu singen.
Manche Dinge werde ich wohl nie verstehen.
Wednesday, July 19, 2006
... und schon treffen mich die Bombenanschläge in Mumbai/Bombay persönlich.
Habe ich mich gestern noch gewundert, warum ich meinen Blog nicht aufrufen kann, flimmerte heute eine mögliche Antwort über den Nachrichtensender.
Die Regierung hat die Hosen voll und hat aus Angst vor gefährlichen Terrorseiten einfach mal alle Internetanbieter/-provider? (wer es besser weiß, verbesser mich bitte) angewiesen alle blogspot.com-Seiten zu sperren. Oder die großen Firmen haben das für sich selbst so beschlossen. So genau habe ich das bei dem grausigen Akzent der Korrespondentin nicht verstanden. Auf jeden Fall tobt das Volk, dieses Mal völlig zu Recht wie ich finde. Ich hoffe, dass die Aussage stimmt, dass die Seiten außerhalb Indien angucken kann.
Bis jetzt gab es auch noch keine Aussage des Innenministeriums und/oder des Kommunikationsministeriums (ja, sowas gibt es hier), ob sie wirklich dafür verantwortlich sind und was jetzt weiter geschieht.

... beschriebenes Geld.
Obwohl Papier in Indien nicht knapp sein kann, wenn man sich anguckt wieviele Formulare für manches notwendig sind. Dennoch sind eine Menge der meist auch ziemlich abgegrabbelten Geldscheine hier beschrieben. Teilweise wohl als kleine Gedächtnisstütze beim Kassensturz, andere vielleicht als kleine Liebesbriefe an wen auch immer. Des Hindi oder was auch immer es sein mag, bin ich noch nicht mächtig, die Schriftzeichen bleiben also erstmal ein Rätsel.

... Masala Dosa.
So sieht mein Frühstück aus. Ein großer Fladen aus Mehl und Linsen und keine Ahnung, ziemlich knusprig gebacken. Darauf wird eine rote Paste geschmiert und innen drin befindet sich ein Masse aus Kartoffeln, grünen Blättern, Senfkörnern und anderen Gewürzen. Von den Soßen halte ich mich erstmal fern, die sind nämlich recht scharf, zumindest finde meine Geschmacksnerven das. Zu kriegen ist das Ganze für 15 Rupien, das sind umgerechnet 30 Cent. Dazu gibt es, wie könnte es auch anders sein, Tee. Aber dazu später mehr.
... schlägt auch nach den Bombenanschlägen in Mumbai/Bombay zu.
Heute kam raus, dass ein Bauarbeiter in den Schmerzensgeld bzw. Entschädigungszahlungen für die Opfer der Anschläge seine große Chance sah. Als er davon hörte, dachte er sich fix die passende Geschichte aus: Vater war mit dem Zug unterwegs, war lange nach der verabredeten Zeit nicht zu Hause, also musste er jetzt tot sein. Irgendwie konnte er das Krankenhauspersonal davon überzeugen, dass das sein Vater ist. Vielleicht hat sein kleiner Sohn dabei geholfen, der mit seinen Kulleraugen auch die Fernsehreporter fasziniert hat. Schon war die dreiköpfige Familie in der Dauerschleife der Nachrichtensender.
Heute kam dann die Entschuldigung des Senders an die wirkliche Familie des Opfers. Und schonungslos die Aufkläung des Falls:
Die Frau des Bauarbeiters ist an Tuberkulose erkrankt. Als Bauarbeiter kann er sich nicht im Traum eine richtige Behandlung seiner Frau leisten. Da lag der Schluss nahe sich das Geld zu sichern, dass die Familien der Opfer bekommen. Wie viel das ist, wurde nicht gesagt. Auf jeden Fall hat die Familie das durchgezogen und den Fremden sogar beerdigt bzw. verbrennen lassen. Die wirkliche Familie war erstmal ziemlich geschockt, aber hat sich dann faszinierender Weise für den Mann eingesetzt, als sie die Beweggründe gehört haben. Außerdem war die Familie beruhigt, da der Bauarbeiter ihren Vater nach der hinduistischen Tradition beerdigt hat.
Jetzt hat auch die Polizei ein Auge zugedrückt und er muss nur drei Monate hinter Gitter, weil keiner der Beteiligten will, dass der kleine Knirps von Sohn zu lange leiden muss.
... für die Opfer der Bombenanschläge.
Vor genau einer Woche ging um 18.24 Uhr Ortszeit die erste Bombe hoch.
Genau um diese Uhrzeit beginnen die zwei landesweiten Schweigeminuten. Und wenn alles so läuft wie geplant, stehen für zwei Minuten die Räder in ganz Indien still (unter anderem stoppen 55.000 Taxifaher plus unzählige Busse), Züge der Indian Western Railways halten auf offener Strecke an, Flughafenmitarbeiter, Regierungsbeamte, Lehrer und Professoren legen die Arbeit nieder, in den Bollywoodstudios stoppt die Massenproduktion und selbst Kinos unterbrechen Filme für zwei Minuten.
Zehn Minuten vorher ist gerade überall noch das ganz normale Chaos angesagt. Hunderte drängeln sich in die Bahnhöfe, um in der absoluten rush hour nach Hause zu kommen. Selbst die Korrespondenten sind sich nicht so sicher, ob das mit den Schweigeminuten so wirklich hinhaut.
Was eigentlich abzusehen war, ist dann auch passiert. Besonders an den Bahnhoefen sind nur ein paar Leute stehen geblieben. Aber der Wille der wenigen zaehlt.


... bzw. die Manipal Academy of Higher Education.
So protzig wie das klingt, sind auch die Gebäude. Die beiden Gebäudeteile gehören zusammen und beherbergen auf der linken Seite alle möglichen wichtigen Verwaltungsmenschen untergebracht. Unter anderem waren wir dreimal dort, um unseren Studentenausweis und unsere Medicard dort zu beantragen und abzuholen. Mit für uns nicht ersichtlichem Sinn hatten wir ein 2-Minuten-Rendezvous mit dem Registrar.
Morgen werden wir Jerry Joseph suchen gehen. Mareike mir ihrem Bafög-Schrieb bewaffnet, ich mit Pass und allem gerüstet. Denn jeder, der mehr als 180 Tage am Stück in Indien ist, muss sich irgendwo melden und einen Stempel oder so abholen. Da mir das leider erst nach dem Ticketkauf eingefallen ist, muss ich also dran glauben. Zwischen Ankunft und Abflug liegen nämlich genau 182 Tage. ich bin auf jeden Fall gespannt, ob das Prozedere das Drama mit der Botschaft noch toppen kann. Mehr dann morgen oder später.

... Schwarzwälder Kirsch.
Ich bin in meinem Paradies angekommen. Schokotorte, Brownies und Schwarzwälder Kirschtorte!!! Phantastisch! Und glaubt bloß nicht, dass das hier eine Ausnahme ist. Wenn es irgendwo Kuchen gibt, dann ist zu 90 Prozent auch Schwarzwälder Kirsch dabei. Zwar nicht ganz so lecker, wie daheim, aber im Vergleich zum Zuckergehalt der meisten indischen Süßwaren perfekt.

... Mangosaft.
In diesem Fall stimmt es sogar fast. Aber ich habe beschlossen Getränke einfach in diese Kategorie zu schmuggeln.Also, hier gibt es puren Mangosaft. Pur ist wichtig, weil jeder Tropfen Leitungswasser das Wohlbefinden meines Magens in Luft auflösen würde. Einfach lecker, nicht zu süß und der Strohhalm steht.
Monday, July 17, 2006
... und komm nicht an Shah Rukh Khan vorbei. Ihr wisst schon, der der in gefuehlt jedem Bollywoodfilm mitspielt. Da er nicht nur Schauspieler ist, sondern auch noch singt - ja, ich weiss, ganz komischer Zufall - flimmert er bei MTV alle zehn Minuten ueber den Bildschirm. Ganz von den Bollywoodschinken abgesehen, die zu jeder Tages- und Nachtzeit laufen. Zusaetzlich fuellt der Mensch aber Werbezeit in einer Menge wie Guenter Jauch und Michael Ballack zusammen. Also, keine Beschwerden mehr ueber Dauerpraesenz irgendwelcher Menschen im deutschen Fernsehen. ;-)
... am heutigen Montag.
Gleich zwei Vorlesungen standen heute auf dem Programm: Magazine Journalism und Visual Communication. Beides im dritten Semester. Die fallen schon eher durch weniger lautes Gequatsche auf, als die Fuenftsemester. Aber Puenktlichkeit gehoert auch nicht gerade zu ihren Staerken. Deswegen gab es heute Morgen erstmal einen saftigen Anschiss vom Senior Director persoenlich - die absolute Respektsperson und der einzige mit Klimaanlage im Buero. Sie waeren schliesslich keine Schulkinder, sondern schon gross, da koennte man wohl erwarten, dass sie puenktlich sind und ausserdem wuerden ihre Eltern eine Menge Geld dafuer bezahlen. Das naechste Mal erwartet er, dass die Meute 5 Minuten vor Unterrichtsbeginn im Klassenzimmer sitzt.
Naechste Vorlesung, naechster Anschiss, warum so wenige vorher da waren. Antwort: zu spaet. Wer zu spaet kommt, muss den Lehrer um Erlaubnis fragen, ob er noch rein darf. Also, zweiter Anschiss, warum sie nicht puentklich sein koennen.
Ja, so laeuft das jetzt. Nichts mehr von wegen indischer Gelassenheit und so. Ich werde berichten, ob es auch dabei bleibt.
Sunday, July 16, 2006
... indische Mülltrennung.

Prinzip ist ganz einfach: Schmeiß alles zusammen in einen Mülleimer und lass es dann auf einen großen Haufen werfen. Irgendwer wird schon kommen und sich raussuchen, was er noch brauchen kann. In diesem Falle Feuerholz. Der Rest wird von den Kühen gefressen und was dann noch übrig bleibt, wird irgendwann verbrannt.
... das Klo.

Wo wir gerade schon beim Bad waren. Neben jedem Klo ist ein kleiner Wasserhahn. In öffentlichen Klos steht da die gleiche Eimerkombination wie unter der Dusche. Hier kommt die berühmte linke Hand zum Einsatz. Wer will, kann das ja zu Hause mal ausprobieren. Demnächst stell ich euch dann auch das Model "Loch im Boden" vor.
... die Dusche.

Ja, völlig richtig, das gehört alles zur Dusche, auch die Eimer. Aus dem Duschkopf kommt zwar Wasser, aber nur kaltes. Aus den beiden Hähnen kommt heißes und kaltes Wasser, aber nicht immer. Normalerweise mixt man aus beiden Hähnen die gewünschte Temperatur und kippt sich das Wasser mit dem kleinen Becher über. An sich ganz okay, wenn denn warmes Wasser kommt. Da es jetzt draußen aber wärmer wird, ist kalt duschen auch nicht mehr so schlimm. ;-)
... den Mikrokosmos Indien auch für euch.
Da auf die Frage, was in Indien alles anders ist, eigentlich nur eine Antwort richtig ist, nämlich alles, werde ich hier viel zu berichten haben. Ich werde euch in die kleinen Geheimnisse des Alltags einweihen. So manchen Klische bestätigt sich (Klopapier), manch anderes wird einfach über den Haufen geworfen (Kühe). Aber mehr davon in kleinen Häppchen.
... leckeres indisches Essen.Auf Wunsch einer einzelnen Dame werde auch ich euch auf dem laufenden halten, was ich so alles zu mir nehme. Da Mareike und ich momentan doch noch etwas vorsichtig sind, gibt es noch nicht so viel spektakuläres zu berichten. Pizza und Reis gibt es schließlich in Deutschland auch. Aber bald geht's los, Ehrenwort.
... Udupi Channel.
Da es ein Regionalsender ist, versteh ich natürlich außer den Namen der Leute, die zu lustigen Spielen animiert werden, kein Wort. Gestern Abend turnte eine volle Stunde lang ein völlig übermotivierter Moderator in einer Halle durch die Gegend. Die war gefüllt mit einer schweigenden (!) Menge Inder. Die haben sich nacheinander zum Affen gemacht. Und zwar bei einem Wettbewerb, wer es schafft die größte Menge Wasser in eine Flasche zu füllen. Klingt erstmal nicht schwer. Aber der Eimer mit dem Wasser stand zehn Meter von der Flasche entfernt und das einzige erlaubte Transportmittel waren die eigenen Hände. Die Mädels hatten dabei immer noch das Problem, dass sie ja gut aussehen mussten und ihnen ihr Schal immer in den Weg gerutscht ist.
Und da sag nochmal einer, der Offene Kanal wäre schlecht. ;-)
... und zwar viele Stunden am Tag, bis jetzt. Bald wird sich das wohl hoffentlich ändern. Aber bei so vielen tollen Sendern, die die neuesten Blockbuster und Serie direkt ins Bett bringen, ist das wohl nachvollziehbar. Aber auch die indischen Sender haben einiges an spaßigen Aktionen zu bieten. Damit ihr auch etwas davon habt, werde ich euch davon berichten. Auch wenn es ohne Bilder nicht so lustig ist, werdet ihr euch ein Kopfschütteln wohl nicht verkneifen können.
Gerade habe ich mich noch über Dauerregen beschwert, da war doch glatt schon ganz kurz blauer Himmel zu sehen. In selbigem Moment habe ich mir allerdings den Regen zurückgewünscht. Grund: Monstermücken, die sich traumwandlerischer Sicherheit mich ausgesucht habe, um an Futter für den Nachwuchs zu kommen.
Inzwischen haben wir keinen Dauerregen mehr, sondern einen munteren Wechsel zwischen trocken und nicht die geringste Chance trocken zu bleiben. Gestern bin ich auf den letzten 50 Metern zum MIC so nass geworden, dass es aus meinen FlipFlops getropft hat und ich meine Hose auswringen konnte. Mein Schirm hat den Monsuntest auch nicht überstanden, es hat schlicht und einfach durchgetropft.
Der Wetterbericht ist momentan auch recht einfach gestrickt: Indienkarte und eine dicke Linie - darüber trocken, darunter Monsun. Einzige Mitteilung: die Linie bewegt sich in den nächsten Tagen da und da hin. Temeperaturen sind ungefähr gleich und die Frage, ob Sonne, Wolken oder Regen stellt sich einfach nicht.
Der Blick aus meinem Fenster offenbart inzwischen dieses Bild. Ja, richtig, die Straße trocknet, es blendet, weil die Sonne fast scheint und die Seen trocknen aus. Juhu!