Saturday, August 12, 2006

Ein ganz besonderer Geburtstag ...

... hat schon um 9 mit dem ersten Ständchen angefangen. Meine Komillitonen haben aus vollem Hals geschmettert bis die Wände gewackelt haben. Anschließend wurde ich mit indischen Süßigkeiten gemästet, bis ich nicht mehr konnte. War ja wirklich lecker, aber Zucker mit Geschmack ist nicht unbedingt das beste Frühstück.
Weiter ging es mit Drücken, Knuddeln und Glückwünschen im 5-Minuten-Takt.
Mittagessen war mal wieder bei Dollops angesagt. Mittendrin bimmelte mein Handy. Meinen unbekannten Gesprächspartner konnte ich wegen dem Lärm nicht identifizieren. Also rätselten Mareike und ich fünf Minuten lang, da wir nach dem Ausschlussprinzip keinen blassen Schimmer hatten, wer kommen könnte. Irgendwann bog dann Pu um die Ecke. Er hat mich dann dazu gedrängelt einen Plan für den Abend aufzustellen, denn schließlich sollte es einen angemessenen Rahmen für seine Torte geben. Damit hatte ich schon so gar nicht gerechnet. Aber es wurde noch viel besser.
Angestachelt von Pu habe ich dann alle anderen angesimst und zum Abendessen zusammen getrommelt. Kurzzeitig war ich etwas ernüchtert, weil es ungewohnt lange gedauert hat, bis eine Antwort kam.
Nachmittags habe ich mich dann in meiner Vorlesung vergnügt und mich anschließend Mareikes Wunsch gebäugt zu Café Coffee Day zu gehen. Eigentlich war mein Bedarf an Zucker schon längst gedeckt. Aber nach ein paar Minuten war mir klar, warum ich unbedingt dahin musste. Aus der Musicbox dudelte Happy Birthday, alle Gäste stimmten lauthals mit ein und die Bedienung kam mit einem Kuchen um die Ecke. Mit Kerzen und meinem Namen drauf. Nachdem ich die Kerzen ausgepustet hatte, kam dann ungefähr die Hälfte der anderen internationalen Studenten. Beim Anschneiden meines Kuchens wehte ein Hauch von rotem Teppich um meine Nase: Blitzlicht aus 5 verschiedenen Richtungen.
Der Kuchen war lecker und der Startschuss für das Dauergrinsen war gegeben.
Gesammelt ging es weiter zu Dollops. Der bestellte Tisch für 20 Leute war natürlich noch nicht fertig, aber für Stammgäste arbeiten Inder auch mal schnell.
Ratzfatz saßen liebe Menschen aus 14 verschiedenen Ländern (Indien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Polen, Tschechien, Columbien, Brasilien, Mauritius, Tunesien, Syrien, Amerika, Großbritannien, Österreich) am Tisch.
Danach wurde mein Geburtstag ausgiebig begossen, ich habe die extrem leckere Schwarzwälder Kirsch angeschnitten (Pu hat sich von Mareike den Schriftzug vorschreiben lassen und hat dem Bäcker jeden einzelnen Buchstaben diktiert) und wir hatten massig Spaß. Aber das sieht man auf den Bildern glaube ich auch. Ich bin glaube ich mit einem ebenso breiten Grinsen auf dem Gesicht eingschlafen. Ein toller Geburtstag, den ich so überhaupt nicht erwartet hätte.
Vielen Dank auch nochmal für die Anrufe, SMS und Emails aus der Heimat. Schön, dass ihr alle an mich gedacht habt.

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Die Geburtstagstorte von Mareike. Eine ganze Chocolate Fantasy... Traumhaft!

Die kleine, feine Runde beim Abend essen...

Die zweite Torte, lecker Schwarzwälder Kirsch. Pu hat extra neben dem Bäcker gestanden und jeden Buchstaben einzeln diktiert. Samt ü-Punkte, die er überhaupt nicht verstanden hat.

Und das ist der edle Spender der Torte.

Weitere Gäste im Uhrzeigersinn: Mareike (12 Uhr), Pu, Nicolas, Erwan, Carlos, Stefan, Grégory un meine Wenigkeit

Stefan und ich haben den Grinsewettbewerb ausgetragen: Er hat in derBreite gewonnen, ich konnte aber viel länger...


Zeeshan, immer fuer Party zu haben.

Wednesday, August 09, 2006

Ein Wochenende in Goa ...

... ist immer ein Erlebnis.

Dieses Mal fing es schon bei der Planung an. Grobes Ziel: Goa am Freitag. Mit dabei: Hanem, Rim, Stefan, Seshan, Nicholas, Christophe, Grégory, Erwan, Amin, Mareike und ich. Goa ist zwar nicht groß, aber ein paar Orte gibt es schon. Also wurde ausdiskutiert, wo wir hin wollen. Der genaue Plan war Kokoshütten am Strand von Palolem. Die Franzosen wollten zum Bahnhof und Tickets kaufen. Hat nach einigen Anlaufschwierigkeiten auch geklappt.

Um halb 2 ging der Zug. Die gut planenden Deutschen (manche Klisches sind eben doch keine Vorurteile) haben ab 12 Uhr den Rest eingesammelt. Im Zug haben wir dann erfahren, dass wir in einen anderen Ort fahren. Haben dann trotzdem in Hörweite (Meeresrauschen zum Frühstück) zum Meer gewohnt. Das hatte zur Folge, dass wir viele Stunden am Strand verbracht haben. Ansonsten haben wir uns ein Fort angeschaut und einige Kirchen in Old Goa, immerhin sind die Weltkulturerbe. Inder haben ein seltsames Verhältnis zu Kirchen. Das ist aber eine andere Geschichte. Ansonsten sind wir noch zu einem Strand maschiert mit einem Süßwasser-See direkt am Strand. In dem See schwammen lustige gestreifte Fische und am Strand haben wir riesige Schneckenhäuser gefunden. So romantisch war es aber doch nicht, da wir von einer Horde Händler belagert wurden. Später hat uns dann auch noch ein brutaler Monsunschauer erwischt, aber uns wurde Unterschlupf in einer Strandhütte gewährt. Die Abende haben wir zu 100% bewaffnet mit Bier und Bacardi Breezer am Strand verbracht und unsere eigene L'auberge espagnol in Goa aufgemacht. Mit Englisch, Deutsch, Französisch, Arabisch und Hindi haben wir es immerhin auf fünf Sprachen gebracht. Nicht immer einfach, aber immer lustig.

Klingt soweit alles noch nach normalem, relaxten Touri-Programm. Wäre da nicht unser Mietjeep Pink Panther gewesen. Das erste Mal hat er nach dem Tanken beschlossen nicht mehr anzuspringen. An der Tanke findet man aber immer einen Mechaniker. Was auch immer kaputt war, der Push-Start wurde das Workout fürs Wochenende. Aber mit so vielen starken Männern ist anschieben ja kein Problem. Auch nicht mitten auf der Hauptstraße - so ist Indien eben. Das zweite Mal ist er einfach so auf dem Weg ausgegangen, das Glück war aber auf unserer Seite. Wir standen direkt vor einer Autowerkstatt. Beim dritten Mal war es auch kein Problem einen Mechaniker aufzutreiben, da er im Ort bekannt war wie ein bunter Hund. Die ungeplante Pause hatte zur Folge, dass die Uhr unser größter Feind wurde. Zum Bahnhof braucht man mit dem Auto mindestens eine Stunde und genau diese Stunde war übrig bis zur planmäßigen Abfahrt vom Hotel. Am Bahnhof angekommen, teilte der nette Mensch am Schalter uns mit, dass der Zug 2,5 Stunden Verspätung hat, weil der Monsun extrem heftig zugeschlagen hat. So war noch Zeit für ein Essen und da der Zug nicht so voll war, haben wir sogar Sleeper-Class-Tickets gekriegt, was für jeden eine Liege bedeutete statt 50 cm auf der Holzbank. Auch wenn es reingeregnet hat, habe ich einigermaßen gut geschlafen.

Alles in allem ein tolles und erlebnisreiches Wochenende, das noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Hier gibt es schonmal ein paar Fotos, wenn ich von den anderen noch welche habe, gibt es mehr.


Die lustige Runde von links nach rechts: Hanem, Rim, Stefan, Nicholas, Seshan, ich, Gregory, Erwan, Amin, Mareike (Christoph fehlt, weil er das Foto gemacht hat)

Der Hauptstrand von Calangute. Die Inder haben sich vornehmlich darauf beschraenkt sich das Wasser anzugucken. Die meisten Inder koennen naemlich nicht schwimmen. Aber ein Bad in den Wellen war auch nur was fuer Hartgesottene, wie ich selbst erprobt habe.

Der Strand von Arambol, so schon schoen aber bei Sonne bestimmt traumhaft.

Unser geliebter/verhasster Pink Panther und einer der Roller.

Fuer mehr Bilder und einen ausfuerhlichen Bericht bitte unter www.anna-unterwegs.blogspot.com gucken. Berichte sind auf Englisch, damit die Mitreisenden und unsere Kommilitonen auch etwas davon haben.

Ausflug nach Udupi ...

... am Sonntagnachmittag.

Saßen wir um 1 noch nichts ahnend in unserem Stammlokal Dollops, hatten wir um 10 nach 1 schon ein Date mit Pu, Omah und Stefan. Und, die Welt ist doch ein Dorf. Stefan kommt nämlich nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Bremen und weil das noch nicht reicht, er studiert auch an der Hochschule. Dass die wiederum nicht so klein ist zeigt, dass wir keinen blassen Schimmer voneinander hatten.
Um vier Uhr haben wir uns dann am Mahe getroffen und Pu, Medizinstudent, hat uns erstmal ins Anatomie-Museum geschleppt. Urteil: Man muss es mögen. Wenn man es mag, ist es großartig, aber immer noch gruselig. Komplette Babys mit diversen Missbildungen, die Einzelteile des Körpers in diversen Stadien. Nach dem Essen vielleicht nicht zu empfehlen, aber auf jeden Fall einen Besuch wert.
Danach haben wir uns im Bus nach Udupi schaukeln lassen und haben dem Tempelelefant einen Besuch abgestattet. Nur Stefan hat sich getraut sich von dem Elefanten einen auf die Rübe hauen zu lassen. Ich gebe es offen zu, ich fand es zu gruselig.
Anschließend haben wir uns noch die Tempel angeschaut, die klein und schnuckelig sind. Auf jeden Fall ein netter Ausflug am Sonntagnachmittag.
Hier noch Fotos vom schicken Tempelelefant und dem Haupttempel.

Fotos folgen in den naechsten Tagen. Ich hab vergessen sie auf den Stick zu ziehen.