Friday, November 03, 2006

Jetzt geht's richtig los...

... mit meinen Gehversuchen in Hindi!

Ja ich weiss, ich haette auch schon frueher anfangen koennen, aber es ist ja bekanntlich nie zu spat!
Bei unserem Shoppingtrip in Bangalore habe ich mich mit einem Lehrbuch eingedeckt und jetzt geht's zur Sache! Noch bin ich hoch motiviert, habe sogar in meinem Zimmer schon mit der Wand versucht auf Hindi zu reden. Mal abwarten wie es so weitergeht.

Ich werde euch auf dem laufenden halten!
Der bloede Monsoon ist zurueck...

... und schon ist es nass, dreckig und kalt!

Angefangen hat es mit einem fetten Gewitter und weiter ging es mit Regen, Regen, Regen!
Und dazu sind die Temperaturen in den Keller gerutscht.
Okay, 20-25 Grad sind jetzt nicht so kalt, aber immerhin 10 Grad weniger als noch vor ein paar Tagen!

Aber das eigentlich aetzende ist, dass man jetzt wieder ueberall dreckig wird.

So, genug gemeckert, schliesslich schneit es in Deutschland!
So langsam werden Mareike und ich zu Stammkunden...

... im Drugstore!

Die Busfahrt nach Bangalore hat uns scheinbar doch ganz gut zugesetzt und jetzt husten wir uns beide froehlich oder weniger froehlich durchs Leben.
Das Mitleid der Umgebung haben wir auf jeden Fall!

Irgendwie fuehlt es sich aber ziemlich daemlich an bei 35 Grad mit Kratzen im Hals durch die Gegend zu laufen!

Ich hoffe, es wird in den naechsten Tagen besser!
Letztes Assignment/Radio Project beendet...

... und 93.5 Prozent abgesahnt!

Ja, das kann sich schon sehen lassen!
Thema war der indische Verkehr! Wenn wir zurueck sind, duerft ihr alle mal hoeren, was uns hier jeden Tag das Leben schwer gemacht hat. Nicht zur Hoelle, denn es geht weit schlimmer als in Manipal!
Bei der Recherche sind wir so gegen manche Mauer gerannt und unser indianised way of working hat sein uebriges dazu getan. Also haben auch wir um Aufschub gebettelt.
Ich habe mich im Studio durch 10 Seiten Text gequaelt und unzaehlige Stunden sind draufgegangen, als wir nach Musik gesucht haben. (eine leer geraeumte Festplatte und ein nicht funktionierender Laptop sind kein gutes Musikarchiv)

Am Ende haben wir dann aber doch 15 Minuten zusammengebastelt und insgesamt ein phenomenales Ergebnis abgeraeumt wie wir finden!

Damit heisst es jetzt aber auch offiziell MIC ade! Komisches Gefuehl ist es ja irgendwie schon, wir haben uns schon an alles hier gewoehnt. Naja, Bremen ist auch schoen! :-)
Mein Baby ist zur Reparatur...

... und ich hab keine Ahnung was das Ergebnis ist!

Ich habe es endlich geschafft meinen Laptop in fachkundige Haende zu geben.
Angedroht wurde mir maximal 160 Euro.
Drueckt mir die Daumen, dass wirklich nur ein Kontakt im Arsch ist.
Habt selber auch was davon, wenn ihr eure Daeumchen ein bisschen anstrengt, dann gibt es auch wieder mehr Eintraege und tolle Bilder.

So, also los jetzt!
Vier Tage Bamgalore...

... drei Tage Shoppingmarathon und ein Tag langweilige Hochzeit!

Die lang ersehnte Hochzeit stand also vor der Tuer!
Neugierig wie wir waren, haben wir uns schonmal im vornherein ueber die Gepflogenheiten einer suedindischen Hochzeit erkundigt. (Fundamentale Unterschiede bestehen zwischen einer suedindischen und einer nordindischen Hochzeit - hat man uns zumindest berichtet :-))
Dabei kam raus, dass es voellig in Ordnung ist die gleiche Farbe (Rot) wie die Braut zu tragen, abe schwarz gar nicht geht - schlechtes Omen und so! Da hab ich ja mal wieder einen Volltreffer gelandet.

In Bangalore angekommen ging es dann also los zum Saree-Shoppen! Ich war auch recht schnell fertig, hatte ein Teil in Peacock-Colour (schimmert lila und tuerkis, auf den Fotos sieht es aber blau aus). Stefan brauchte ein klein wenig laenger, um fuer drei Freundinnen Sarees auszusuchen. Eigentlich haetten wir gleich Einspruch einlegen sollen, denn mit dunkelgruen und dunkelblau hat er sich eine schwere Aufgabe eingebrockt. So ziemlich die letzten Farben, die es als Bangles gibt. Aber ich muss ruhig sein, denn den Rest des Tages haben Mareike und ich damit verbracht Schmuck fuer mich zu finden. Hoelleschwer mit der Sareefarbe. Was Frauen ja immer gerne tun, wenn sie frustriert sind, haben wir dann auch getan, naemlich Schuhe gekauft!

Den zweiten Tag haben wir damit verbracht Schmuck und Bangles fuer mich zu ergattern. Da Feiertag war, war das nicht die einfachste aller Aufgaben. Am Ende waren wir dann aber erfolgreich! War schon lange nicht mehr so gluecklich.
In der Zwischenzeit hatten wir fuer Stefan auch eine Kurta (oder was auch immer jetzt die richtige Bezeichnung dafuer ist) gefunden.
Zur Belohnung haben wir den teuersten Kaffee bis jetzt in Indien genossen. Ich weniger, da mein Magen mich wieder auf Trab gehalten hat. Schaetzungsweise subway sei dank :-(

Pu hat dann mal wieder den Braeutigam kontaktiert, um rauszufinden, wann wir Maedels denn zum Anziehen kommen sollen. Antwort: Morgends (die eigentliche Hochzeit) traegt noch keine einzige Saree, Hose und T-Shirt wuerden voellig reichen. Also ging es verzweifelt nochmal los Klamotten kaufen, denn so ganz lodderig wollten wir ja nun auch nicht auftauchen. Dass morgends noch keine Saree traegt kam uns auch irgendwie schleierhaft vor.

Am naechsten morgen sollte es dann losgehen, bepackt mit massig Klamotten haben wir es dann doch irgendwie in ein Taxi geschafft. Mit Pu war das alles nicht so einfach an dem Tag, aber gut!
An dem halben Palast, in dem die Hochzeit stattfand, haben wir dann erstmal festgestellt, dass die Braut Sonia und nicht Sonalie heisst und ausserdem liefen natuerlich alle Damen im Saree durch die Gegend. Als Braeutigam kann man aber auch schonmal etwas durch den Wind sein. :-)
Die eigentliche Zeremonier war von hunderten Angehoerigen verdeckt, aber gut. War auch nicht annaehernd das, was uns berichtet wurde.
Die naechsten zwei oder mehr Stunden hat das Brautpaar sich gegenueber gesessen, eine Kokosnuss festgehalten und ausgeharrt, bis jeder Gast Milch und Wasser druebergekippt hatte und ihnen Reis auf den Kopf gestreut hatte.
Danach war erstmal lunch angesagt und Braut und Braeutigam wurden umgestylt.

Wir haben die Zeit mit warten verbracht, bis abends die grosse Gratulierrunde anfing. Auf einer riesigen Buehne haben die beiden sich erst Blumenketten umgehaengt, das war der offizielle Teil, dann hiess es, Glueckwuensch entgegennehmen und laecheln. Denn mindestens zwei Fotografen und drei Kameras waren immer in action. Auf Monitoren konnte man ein Stockwerk tiefer beim Essen beobachten, wer gerade so gratuliert. Skuril das Ganze.

Irgendwann war es dann zu langweilig und wir haben uns auf ins Hotel gemacht. Ich habe mal wieder mein Bett bevorzugt und die anderen sind noch was trinken gegangen.

Den letzten Tag haben wir komplett in einer Mall verbracht. Lustige Sache das. Erstmal hat Mareike es nicht geschafft mich vom Klamotten kaufen abzubringen und dann war ich hoffnungslos im Buchladen verloren. Die indische Post wird sich freuen, wenn ich 20 kg Buecher nach Deutschland schicke. Spaeter haben wir noch zwei von Pus Freunden getroffen und echt Spass gehabt.

Alles in allem ein schoener Trip, auch wenn wir alle viel zu viel Geld ausgegeben haben!