Saturday, November 18, 2006

Dritter Tag in Mumbai...

... so ganz konnten wir den Plan nicht umsetzen!

Denn der war um neun das erste Schiffchen zu den Elephanta caves zu nehmen. Bis es endlich losging war es halb elf, aber nicht ganz unserer Troedelei zuzuschreiben, da wir eine halbe Stunde warten mussten, bis das Schiffchen losgetuckert ist.

In einer guten Stunde sind wir dann auf der Insel angekommen, faul wie wir sind von der minikleinen Eisenbahn einen halben Kilometer fahren lassen und unendlich viele Treppenstufen hochgestapft, bis wir endlich am Ziel angekommen waren. Dort haben die uns 250 Rs abgeknoepft, Inder muessen schlappe 10 Rs auf den Tisch legen. Ob es gerecht ist oder nicht, soll jeder selbst entscheiden!

Die Hoehlen sind echt faszinierend. Riesige Gottesbilder, Shivlings, Saeulen etc. Weiterer Vorteil, es war angenehm frisch - oder nicht bruetend heiss, je nachdem wie man es drehen moechte.

Nach einem gemuetlichen Rundgang haben wir ein paar Affen beobachtet und Mareike hat ihre magnetische Anziehungskraft auf Biharis unter Beweis gestellt. Weitere Kommentare dazu gibt es erst, wenn sie in sicherer Entfernung ist.

Auf dem Rueckweg hab ich erstmal ein Schlaefchen eingelegt, nach vier Monaten kann auch ich ueberall und zu jeder Tageszeit schlafen. Aus purer Langeweile, nicht etwas weil ich muede bin.

Wieder an Land haben wir die Mission Zugticket vollendet, ich habe es auch fast auf Anhieb geschafft das komische Formular richtig auszufuellen. Jetzt erwarten mich 1371 km oder rund 24 Stunden im Zug. Und das Ganze fuer schlappe 421 Rs, macht 7,50 Euro. Und das ist nicht das billigste, was man kriegen kann. Klar geht's auch teurer, aber dann wartet eine Klimaanlage auf mich und damit habe ich ganz schlechte Erfahrungen gemacht.

Nach einer schnellen Dusche gab es lecker indisches Essen und jetzt sitze ich hier und begluecke euch mit Neuigkeiten.

Eigentlich wollten wir noch ins Kino, aber Don ohne Untertitel und James Bond war dann doch nicht wirklich, was uns begeistern konnte.
,
Zweiter Tag in Mumbai...

... schon ein bisschen besser!

Als erstes Stand wieder ein Besuch bei Air India an, dann sind wir zur Churchgate Station marschiert, um mein Zugticket zu besorgen. Keine leichte Aufgabe! Hat etwas gedauert, bis wir den Ticketschalter gefunden haben (hat sich mal wieder rausgestellt, dass die Polizei in Indien noch nichtmal als Stadtplan zu gebrauchen ist) und dann war natuerlich alles ausgebucht und um ein Tourist-Quota-Ticket zu bekommen, brauche ich meinen Pass, den ich natuerlich nicht mit hatte. Ticketkauf auf den naechsten Tag verschoben.

Haben uns dann im Tea Centre exotische Teevarianten gegoennt und haben uns dann auf zu einem Badetank und diversen Tempelchen gemacht. Ein aelterer Herr hat unseren persoenlichen Fremdenfuehrer gemimt und uns Pan kauend durch's Viertel geschleppt. Wir haben es ohne Schaden ueberstanden und den Tag mit Geschenke shoppen abgerundet.

Erster Tag in Mumbai...


... und auf ging es tausend Sachen zu erledigen!

Emails checken, Flug buchen, noch schnell pick up service klar machen, Flugtickets bestaetigen und Platz reservieren lassen...
Und schon war der Tag vorbei!

Klingt nicht spannend, war es auch nicht!

Das einzig schone war der Sonnenuntergang am Chowpatty Beach oder vielmehr in der Naehe.

Waren einfach nur froh, als wir in unseren Bettchen lagen.

Dass Mareike mich fast verpruegelt hat nachts verschweige ich jetzt mal! Ihr habt nichts gehoert!











Eineinhalb Tage Goa...

... etwas anders als geplant, aber doch schoen!

Voellig fertig von den letzten Tagen in Manipal sind wir im Zug ein paar Mal fast weggedoest.
Zur Sicherheit haben wir den Conductor (sowas wie ein Schaffner) gefragt, wie lange wir noch brauchen. Seine Antwort: mehr als eine Stunde kam uns etwas spanisch vor, aber wer arbeitet denn hier bei der Bahn.

Als wir superfreundlich von zwei Weissen aufgescheucht wurden, sahen wir am Fenster das Schild unseres eigentlichen Zielbahnhofes vorbeifahren.

Also schnell unsere Sachen zusammengekramt und auf dem Gang bis zum naechsten Bahnhof gewartet. Der angedrohten Strafe sind wir auch aus dem Weg gegangen, ein einsichtiges Laecheln war dem Schaffner dann wohl doch genug. Also sassen wir in Margao am Bahnhof und haben erstmal nach einem Hotel telefoniert, hat auch irgendwie geklappt.

Am naechsten morgen sind wir nach Benaulim umgezogen, direkt ans Meer. Da haben wir es uns einen Tag lang gut gehen lassen, haben faul am Strand gelegen und lecker gegessen. Mehr Aufregendes kann ich leider nicht berichten. Auf den Fotos gibt es auch nur Strand zu besichtigen. Waren allerdings etwas verstoert, weil wir mehr Weisse als Inder um uns rum hatten.

Am naechsten Morgen hiess es wieder ins Taxi und ab in den Zug. Gemuetliche zehn Stunden oder so die vier Buchstaben platt sitzen, traumhaft! Aber irgendwann sind wir heil in Mumbai angekommen.

Friday, November 17, 2006

Die Traenen flossen in Baechen...

... ueberall und fast bei jedem!

Die erste Haelfte des Tages habe ich damit verbracht bei tropischen Temperaturen quer durch Manipal zu rasen, um die letzten Besorgungen zu machen. Die Dame bei der Post hat mir das Leben noch extra schwer gemacht, aber darueber will ich mich jetzt mal nicht auslassen.

Danach schnell den Rest gepackt und vollbepackt mit Dingen, die in Manipla geblieben sind auf zum Food Court zum letzten Lunch in Manipal.

Bis dahin war ich noch zu beschaeftigt, um zu realisieren, dass es bald los geht und konnte die Traenen zurueckhalten. Selbst die Putzdamen sind in Traenen ausgebrochen. Mit Mareike zusammen.

Die hat im Food Court auch weitergemacht, bei mir sind nur ein paar gekullert. Dafuer liegen ein paar meiner Traenen am Endpoint und in meinem alten Hotelzimmer. Da konnte ich mich naemlich nicht mehr zurueckhalten.

Irgendwann hatten wir unser Gepaeck die Treppen runter, im Taxi, aus dem Taxi raus und auf dem Bahnhof. Dort hiess es warten auf den Zug, in Gesellschaft von Pu, Rahul, Alok, Deva und in letzter Minute noch Abhishek. Selbstverstaendlich flossen auch hier die Traenen, aber nach vier Monaten und so viel Zeit zusammen auch nur verstaendlich.

Nachdem der Zug abgefahren war, kullerten mehr Traenen, die Handys liefen heiss und als wir die ganzen lieben Karten gelesen haben, kullerten noch mehr Traenen. Kommt davon, wenn zwei Heulsusen unterwegs sind.






Letzter Tag...

... und grosses Trara am Tempel in Udupi!

Nichts ahnend sind wir als grosse Eskorte mit Abhisheks Papa nach Udupi zum Eis essen gefahren. Als guter Inder macht man dann einen Abstecher in den Tempel und da offenbarte sich doch grosses Trara.

Krischna hatte Ausgang und wurde einmal auf einem goldenen Thron um den Tempel gefahren. Sehr interessant das Ganze, die tiefere Bedeutung haben wir allerdings nicht rausbekommen.

Thursday, November 16, 2006

Kurzes Lebenszeichen...

... wir sind jetzt in Mumbai, nachdem wir einen kurzen Stop in Goa eingelegt haben. War alles eine Spur abenteuerlicher, als wir es uns ausgedacht hatten, aber irgendwie hat es doch geklappt. Vier Monate Indien machen einen dann irgendwie doch immun gegen Unwegbarkeiten des Lebens!

Genauere Beschreibungen gibt es dann demnaechst und dann werden auf Fotos vom traenenreichen Abschied aus Manipal nachgereicht und von den restlichen Dingen, die sonst noch passiert sind.

War einfach zwei Nummern zu stressig in den letzten Tagen!

Mareike fliegt am Montag nach Hause und ich werde mich wahrscheinlich am Dienstag auf den Weg nach Delhi machen, um meine Eltern in Empfang zu nehmen.